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Vertiefe deine Verbindung: Eine Meditation über Jesus, den wahren Weinstock (Johannes 15)

  • vor 5 Stunden
  • 4 Min. Lesezeit

Wir kommen nun zu Jesu siebter und letzter „Ich bin“-Aussage: „Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Winzer“ (Johannes 15,1). Als Gott Israel aus Ägypten befreite, fragten die Israeliten Mose nach seinem Namen. Gott antwortete: „ICH BIN, DER ICH BIN. Das sollst du den Israeliten sagen: ‚ICH BIN hat mich zu euch gesandt‘“ (2. Mose 3,14). Der Begriff „Ich bin“ entspricht dem hebräischen YHVH, ausgesprochen als „Jahwe“ und ins Deutsche übersetzt als HERR. Dies war Gottes persönlicher Name, der im Alten Testament über 6000 Mal vorkommt. Seine genaue Bedeutung ist ungewiss, doch viele Gelehrte glauben, er bedeute „Ich bin, der ich bin“ oder „Ich werde sein, der ich sein werde“.


Das göttliche „Ich bin“-Wort verstehen


Als Jesus den Ausdruck „Ich bin“ in Verbindung mit den Worten „der wahre Weinstock“ verwendete, sagte er seinen Jüngern damit, dass er die Quelle aller Segnungen für diejenigen sei, die auf den Gott Israels vertrauen. Seine „Ich bin“-Aussagen erzürnten die Pharisäer so sehr, dass sie versuchten, ihn wegen Gotteslästerung zu steinigen (Johannes 8,58–59). Sie verstanden zu Recht, dass Jesus behauptete, derselbe YHVH zu sein, der das jüdische Volk aus der Sklaverei geführt hatte. In dieser Passage erklärt Jesus, dass er der wahre Weinstock ist. Was meinte er damit?


Historischer Kontext: Der goldene Tempelweinstock


Jesus sprach diese Worte, nachdem die Jünger nach dem letzten Abendmahl den Obergemach verlassen hatten. Als sie sich auf den Weg zum Garten Gethsemane machten, sahen sie wahrscheinlich den goldenen Weinstock, der über den vier Säulen am Tempeleingang hing. Jede Traube war so groß wie ein Mann. Die Mischna, ein Text, der die mündliche jüdische Rechtstradition festhält, erklärt, dass die Menschen freiwillige Opfergaben an Gott darbrachten, indem sie ein goldenes Blatt, eine Beere oder eine Traube kauften, die die Priester dann an den goldenen Weinstock anbrachten. Die Namen derer, die großzügig für den Tempel spendeten, wurden auf die goldenen Blätter eingraviert. Der Weinstock oder Weinberg ist in der Heiligen Schrift seit langem ein Symbol für Israel.


Warum Jesus der wahre Weinstock ist


Der Herr Jesus sagte, dass Gott der Gärtner ist und dass Er Sein Bundesvolk gepflanzt hat, um Zeugnis für Seinen Namen abzulegen. Er suchte nach einer Ernte guter Trauben, die Gerechtigkeit und Rechtschaffenheit zeigten (Jesaja 5,7), doch sie brachte nur schlechte Früchte hervor (Jesaja 5,2). Als Jesus sich selbst als den wahren Weinstock darstellte, stellte er sich vielleicht im Gegensatz zu dem künstlichen Weinstock, der im Tempel hing, und deutete damit an, dass, wenn die Jünger eine Bundesbeziehung mit Christus eingingen, das Ergebnis eine Fülle geistlicher Früchte sein würde. Jesus kam, um den prophezeiten Neuen Bund zu schließen (Jeremia 31,31). Er kam, um die Quelle des ewigen Lebens für alle zu sein, die an ihn glaubten. So wie Zweige mit einer Lebensquelle verbunden sind, etwa dem Stamm des Weinstocks, so ist Jesus selbst der wahre Weinstock. Nun war die Zeit gekommen, dass Juden und Heiden in den wahren Weinstock eingepfropft würden. So wie Christus „eins mit dem Vater“ war, wusste er, dass der einzige Weg für das Volk Gottes, Frucht zu bringen, darin bestand, geistlich mit der Quelle des Lebens verbunden zu sein: Jesus, der Weg, die Wahrheit und das Leben (Johannes 14,6). Jesus kam, um dir sein Leben zu geben. Nur durch seinen stellvertretenden Tod konnten wir in den Weinstock des Lebens Gottes eingepfropft werden.


Wie man im Weinstock bleibt


Zu verstehen, dass Jesus der „wahre Weinstock“ ist, ist nur der erste Schritt. Um ein authentisches, erfülltes Leben zu führen, müssen wir lernen, täglich in ihm zu „bleiben“ oder bei ihm zu verweilen. Er ist unsere Quelle, kein Anhängsel.

Ein Zweig kann aus eigener Kraft keine Frucht bringen; er muss ständig lebensspendenden Saft vom Weinstock erhalten. Ebenso kannst du ohne Christus kein erfülltes Leben führen. Schaffe dir eine bewusste Gewohnheit, deinen Zweig jeden Tag wieder mit dem Weinstock zu verbinden. Nimm dir die ersten Minuten deines Tages vor, um dich mit Jesus zu verbinden. Lass nicht zu, dass deine Handys, Aufgaben oder Sorgen deine Lebensquelle sind. Lass Ihn die Quelle deiner Konzentration sein. Wir werden teilweise dadurch „in den Weinstock eingepfropft“, dass wir Jesu Worte verinnerlichen. Verpflichte dich zum täglichen Lesen der Heiligen Schrift (wie beispielsweise der Reihe zum Johannesevangelium). Es geht nicht darum, eine Checkliste abzuarbeiten; es geht darum, Seine Worte zum Lebenssaft werden zu lassen, der deine Seele nährt. Finde eine Wahrheit, die dich anspricht, und „tränke“ dich den ganzen Tag über darin. Wie ein Zweig, der Saft aufnimmt, halte dein Herz den ganzen Tag offen für Gott. Einfach mit Ihm zu sprechen, deine Ängste mit Ihm zu teilen und deine Dankbarkeit auszudrücken, hält den Kanal, durch den Sein Leben in dein Leben fließt, offen. Wie ein Zweig, der Saft aufnimmt, halte dein Herz den ganzen Tag offen für Gott. Einfach mit Ihm zu sprechen, deine Ängste mit Ihm zu teilen und deine Dankbarkeit auszudrücken, hält den Kanal, durch den Sein Leben in dein Leben fließt, offen. Keith Thomas


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