
In unseren täglichen Meditationen über die Heilige Schrift beginnen wir heute, das Thema „geistlicher Kampf“ zu erörtern, wobei wir uns heute mit dem „unsichtbaren Reich“ befassen. Lasst uns damit beginnen:
Die unsichtbare Welt um uns herum
Da ich als Berufsfischer vor der Ostküste Englands aufgewachsen bin, habe ich einen tiefen Respekt vor dem Meer entwickelt. Die Arbeit auf dem Schleppnetzboot meines Vaters barg körperliche Gefahren. Einmal zogen unsere Netze eine riesige deutsche Magnetmine an Land, die seit dem Zweiten Weltkrieg auf dem Meeresboden lag. Es war ein 12 Fuß langer Zylinder, gefüllt mit 1.500 Pfund Sprengstoff, der nur wenige Zoll über unserem schwankenden Deck hin und her schwang. Er sah brandneu aus, war durch den Meeres-Schlamm perfekt konserviert und durchaus in der Lage, uns vollständig zu vernichten. Nur weil man eine Gefahr nicht sehen kann, heißt das nicht, dass sie einem nichts anhaben kann. Strom in einer Steckdose ist unsichtbar, doch seine Kraft ist unbestreitbar. Erdgas ist geruchlos, bis ein Zusatzstoff uns vor seiner Anwesenheit warnt.
Genauso existiert überall um uns herum eine greifbare geistliche Welt. Tatsächlich ist er substanzieller als unsere physische Umgebung, denn die materielle Welt ist vergänglich, während die geistliche Welt ewig ist. Die Heilige Schrift ruft uns immer wieder dazu auf, für diese unsichtbaren Realitäten zu erwachen. Während seines gesamten irdischen Wirkens befasste sich Jesus ständig mit diesem unsichtbaren Bereich – er brach geistliche Fesseln, heilte Krankheiten und demonstrierte Gottes Herrschaft. Um wirksam im Reich Gottes zu wandeln, müssen wir lernen, das Leben mit geistlichen Augen wahrzunehmen, anstatt uns streng nach dem zu richten, was unsere physischen Sinne uns melden.
Elisa und die Feuerwagen
Ein eindrucksvolles Beispiel für diese Dynamik findet sich in 2. Könige 6. Der König von Aram war außer sich vor Wut, weil seine geheimen Militärstrategien gegen Israel immer wieder scheiterten. Da er einen Verräter in seinen Reihen vermutete, berichteten ihm seine Offiziere, dass Elisa, Gottes Prophet, seine geheimen Worte an den König von Israel weitergab. Wütend entsandte der aramäische König bei Nacht eine gewaltige Streitmacht aus Pferden und Streitwagen, um Elisas Stadt zu umzingeln.
Am frühen Morgen des nächsten Tages trat Elisas Diener nach draußen und bot sich ihm ein furchterregender Anblick: eine Heerschar feindlicher Truppen, die sie umzingelte. Von Panik erfasst, rief er aus: „Oh, mein Herr, was sollen wir tun?“
Elisas Antwort schien jeglichen Bezug zur Realität zu verlieren: „Fürchte dich nicht! Die mit uns sind, sind zahlreicher als die, die mit ihnen sind“ (2. Könige 6,16). Elisa sprach daraufhin ein bemerkenswertes Gebet: „O HERR, öffne ihm die Augen, damit er sehen kann.“ Plötzlich öffnete der Herr die Augen des jungen Mannes, und er sah, dass die umliegenden Hügel voller Pferde und feuriger Streitwagen waren – eine Engelarmee, die Elisa beschützte.
Elisas Diener sah das Problem; Elisa sah den Beschützer.
Dienende Engel und die Kraft des Reiches Gottes
Wie oft verhalten wir uns wie Elisas Diener? Wir blicken auf Bankkonten, ärztliche Befunde, Familienkonflikte oder nationales Chaos und kommen zu dem Schluss, dass die Situation hoffnungslos ist. Wir vergessen, dass Gott übernatürliche Ressourcen im Einsatz hat, um seinen Kindern beizustehen.
In Hebräer 1,14 heißt es: „Sind nicht alle Engel dienende Geister, ausgesandt, um denen zu dienen, die das Heil erben werden?“ Darüber hinaus wies Jesus in Matthäus 18,10 darauf hin, dass sogar Kinder himmlische Beschützer haben, die unablässig das Antlitz des Vaters schauen. Wir beten zwar niemals zu Engeln und verehren sie auch nicht, sondern wir beten direkt zum Vater, der seine himmlischen Heerscharen aussendet, um uns zu beschützen und zu helfen.
Wenn du dein Herz durch das Gebet auf Gott ausrichtest, erschließt du dir einen unsichtbaren Bereich, der vom souveränen Herrn des Himmels regiert wird. Als Bürger des Reiches Gottes kämpfen wir nicht um den Sieg; wir leben und beten aus dem Sieg heraus, den Jesus Christus bereits errungen hat. Wenn diese Woche Panik deinen Frieden bedroht, denke daran, dass die Kräfte, die in Christus auf deiner Seite stehen, jeden irdischen Druck, der sich gegen dich richtet, bei weitem überwiegen. Keith Thomas
Anwendung für das Herz
Übe die „Zweitblick“-Pause: Wenn diese Woche eine plötzliche Krise, schlechte Nachrichten oder ein angespannter Konflikt auftritt, reagiere nicht sofort aus Angst oder Frustration. Atme tief durch und bete still: „Herr, öffne meine Augen, damit ich Deine Gegenwart in dieser Situation erkennen kann, bevor ich reagiere.“
Überprüfe dein Gebetsleben: Untersuche deine täglichen Gebete. Verbringst du mehr Zeit damit, Gott das Ausmaß deiner Probleme zu schildern, oder verkündest du, wie groß dein Gott im Vergleich zu deinen Problemen ist? Nimm dir diese Woche jeden Tag 5 Minuten Zeit, um Gott ganz konkret für Seinen unsichtbaren Schutz über deinen Haushalt zu preisen.
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