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Wir setzen unsere Betrachtung der vielen Stellen fort, an denen Jesus die griechische Übersetzung von „ICH BIN” verwendet, den Namen, mit dem Gott sich Mose offenbart hat (2. Mose 3,14). Im Johannesevangelium offenbart Jesus Israel seine wahre Identität, indem er sich mit dem göttlichen Namen in Verbindung bringt und sich selbst als Hirte Israels beschreibt. Der Herr sagte:


Das göttliche „ICH BIN“ und die Identität des Hirten


11„Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte gibt sein Leben für die Schafe. 12Der Mietling ist kein Hirte und besitzt die Schafe nicht. Wenn er den Wolf kommen sieht, verlässt er die Schafe und flieht. Dann greift der Wolf die Herde an und zerstreut sie. 13Der Mann flieht, weil er nur ein Mietling ist und sich nicht um die Schafe kümmert. 14„Ich bin der gute Hirte; ich kenne meine Schafe und meine Schafe kennen mich – 15so wie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne – und ich gebe mein Leben für die Schafe (Johannes 10,11-15).


In Vers 14 sehen wir die vierte „Ich bin“-Aussage, gepaart mit dem Ausdruck „guter Hirte“. Jesus unterscheidet seine Rolle als Hirte von der der falschen Miethirten Israels, denen die Schafe gleichgültig waren. William Barclay erklärt die beiden griechischen Wörter, die mit „gut“ übersetzt werden.


Mehr als nur „gut“: Die Schönheit von Kalos


Jesus beschreibt sich selbst als den guten Hirten. Nun gibt es im Griechischen zwei Wörter für „gut“. Da ist agathos, das einfach die moralische Qualität einer Sache beschreibt, und da ist kalos, das bedeutet, dass in der Güte eine Qualität der Liebenswürdigkeit liegt, die sie liebenswert macht. Wenn Jesus als der gute Hirte beschrieben wird, ist das Wort kalos. In ihm liegt mehr als Effizienz und mehr als Treue; in ihm liegt Liebenswürdigkeit. Manchmal sprechen die Menschen in einem Dorf oder einer Stadt von „dem guten Arzt“. Dabei denken sie nicht an die Effizienz und das Können des Arztes, sondern an das Mitgefühl, die Freundlichkeit und die Liebenswürdigkeit, die er mitbringt und die ihn zum Freund aller machen. In dem Bild von Jesus als dem guten Hirten steckt neben Stärke und Macht auch Liebenswürdigkeit. [1]


Vollkommen bekannt: Die Allwissenheit des Hirten


Jesus verkündete: „Ich kenne meine Schafe, und meine Schafe kennen mich“, und betonte damit seine enge Beziehung zu uns. Er kennt uns vollkommen und versteht uns vollkommen. Theologen bezeichnen diese göttliche Fähigkeit als Allwissenheit – Gottes allumfassendes Wissen. Er ist sich jederzeit über alles bewusst, ohne jemals etwas lernen oder sich über aktuelle Ereignisse informieren zu müssen. Wir können Gott niemals etwas offenbaren, was er nicht bereits weiß. Als Gott teilt Jesus dieses vollkommene Wissen und besitzt vollständige Weisheit und Verständnis für alle Dinge. Vollkommenes Wissen bedeutet, alle Fakten genau zu kennen; vollkommene Weisheit bedeutet, diese Fakten richtig anzuwenden; vollkommenes Verständnis bedeutet, sie vollständig wahrzunehmen und zu interpretieren. Allwissenheit macht Gott unfehlbar – unfähig zu Fehlern oder Auslassungen (Psalm 139,1-10). Es ist erstaunlich zu erkennen, dass er uns trotz seines vollständigen Wissens immer noch liebt und für uns sorgt. Er ist wahrhaftig der Gute Hirte – der Geliebte!


Persönliche Anwendung: Die Kalos-Reflexion:


Suchen Sie nach „Schönheit” in Ihrem Alltag. Wenn Jesus kalos (gewinnend/liebenswert) ist, sollte sich seine Gegenwart nicht wie eine schwere Pflicht oder ein kaltes Regelwerk anfühlen. Versuchen Sie, heute eine „schöne” Sache zu entdecken – einen Sonnenuntergang, ein freundliches Wort, einen ruhigen Moment – und danken Sie dem Guten Hirten dafür, dass er die Quelle dieser Schönheit ist. Nähern Sie sich ihm, und er wird sich Ihnen nähern (Jakobus 4,8). Keith Thomas.


Setzen Sie Ihre Reise fort…

Klicken Sie auf die folgenden Links, um weitere tägliche Meditationen zur Bibel zu erhalten:

[1]William Barclay, The Daily Study Bible, The Gospel of John, Saint Andrew Press, Edinburgh, Seite 62.

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