Wie Sie Ihren Glauben an Gott stärken können: Verankern Sie Ihr Leben in der richtigen Quelle
- vor 7 Tagen
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Heute beginnen wir in unseren täglichen Andachten im Bibelkreis ein neues Thema: „Ihren Glauben an Gott stärken“. Lassen Sie uns damit beginnen:
Was kommt dir in den Sinn, wenn du das Wort „Glaube“ hörst? Gewissheit? Hoffnung? Zuversicht? Auch wenn diese Begriffe alle mit dem Glauben verbunden sind, ist ein Glaube, der von einer bestimmten Quelle losgelöst ist, nichts weiter als Wunschdenken – ähnlich wie ein im Laden gekauftes Deko-Schild, auf dem einfach „Habe Glauben“ steht. Der Glaube an den Glauben selbst bringt keine geistliche Kraft hervor. Auch ist der Glaube kein psychologisches Werkzeug oder eine unsichtbare Energie, mit der man Umstände manipulieren kann, um persönliche Träume zu verwirklichen.
Was ist wahrer biblischer Glaube?
Wahrer biblischer Glaube muss mit seiner eigentlichen Quelle verbunden sein: dem Gott, der Berge versetzt und der unermesslich mehr tun kann, als wir erbitten oder uns vorstellen können (Epheser 3,20). Jesus ermutigte seine Nachfolger immer wieder, in dieser Art von Glauben zu wandeln, und erinnerte sie daran, dass die Quelle des Glaubens dessen Kraft bestimmt.
Der Verfasser des Hebräerbriefes fasst das Wesentliche dieses Zusammenhangs zusammen: „Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm zu gefallen; denn wer sich Gott nähern will, muss glauben, dass er existiert und dass er diejenigen belohnt, die ihn suchen“ (Hebräer 11,6). Allein die Tatsache, dass du dich heute mit Gottes Wort beschäftigst, zeugt von dem Wunsch, ihm näherzukommen und in deinem Glauben zu wachsen. Gott freut sich über diesen Schritt. Ein Glaube, der im lebendigen Gott verankert ist, ehrt Ihn, und Er antwortet denen, die Ihn suchen und darauf vertrauen, dass Er wirkt.
Warum wir geistliche Wurzeln schlagen müssen, bevor Prüfungen über uns kommen
Dieses Fundament zu verstehen, ist für die kommenden Tage unerlässlich. Jesus machte es Seinen Jüngern deutlich: „In dieser Welt werdet ihr Bedrängnis haben“ (Johannes 16,33). Weltweit erleben Gläubige wegen ihrer Treue zu Christus schwere Prüfungen und Verfolgung. Selbst in Gesellschaften, die historisch gesehen Religionsfreiheit genossen haben, nimmt der kulturelle Druck gegen christliche Überzeugungen zu.
Die Heilige Schrift warnt uns, dass in Zeiten der Prüfung diejenigen, die keine tiefen geistlichen Wurzeln haben, Gefahr laufen, vom Glauben abzufallen (2. Thessalonicher 2,3). Der Glaube ist wie ein Muskel – er muss in gewöhnlichen Zeiten trainiert und gestärkt werden, damit er standhaft bleibt, wenn eine Krise zuschlägt. Denken wir an das Gleichnis von den zehn Jungfrauen in Matthäus 25. Die fünf klugen Jungfrauen hatten sich im Voraus mit zusätzlichem Öl für ihre Lampen versorgt. Als die Dunkelheit hereinbrach und der Bräutigam kam, waren sie bereit. Die fünf törichten Jungfrauen warteten bis Mitternacht, um Öl zu besorgen, und stellten dann fest, dass sie unvorbereitet waren. Wir müssen unseren Glauben heute pflegen, anstatt darauf zu warten, dass Widrigkeiten uns dazu zwingen.
Die Jünger erkannten ihr Bedürfnis nach einer solchen geistlichen Verankerung, als sie Jesus eine einfache, aber tiefgründige Frage stellten: „Stärke unseren Glauben!“ (Lukas 17,5). Um zu verstehen, wie das in der Praxis aussieht, können wir in der Geschichte nach realen Beispielen von Männern und Frauen suchen, die gelernt haben, in außergewöhnlichem Glauben zu wandeln.
Vom Glauben aus der Geschichte lernen: Die Geschichte von George Müller
Denken wir an George Müller, der 1805 in Preußen geboren wurde. In seiner Jugend führte Müller ein gottloses Leben, das von Diebstahl, Betrug und Trunkenheit geprägt war. Obwohl er mehrfach versuchte, seine Gewohnheiten zu ändern, war er machtlos, sich von seinen zerstörerischen Verhaltensmustern zu befreien. Alles änderte sich an einem Samstagabend im November 1825, als ein Freund ihn zu einem kleinen christlichen Treffen in einem Privathaus einlud.
Während dieses einfachen Treffens – bestehend aus Gebet, Bibellesen und Gesang – sah Müller, wie ein Mann niederkniete, um um Gottes Segen zu bitten. Diese demütige Geste hinterließ einen tiefen Eindruck bei ihm. Müller erinnerte sich später daran, dass er, als er in jener Nacht im Bett lag, einen tiefen Frieden verspürte, den er zuvor noch nie erlebt hatte. Gott hatte ein Werk der Gnade in seinem Herzen begonnen.
Müllers Leben zeigt, dass starker Glaube nicht aus menschlicher Willenskraft oder einer natürlichen religiösen Neigung entsteht. Er beginnt, wenn sich ein Mensch dem lebendigen Gott hingibt und sein Vertrauen ganz auf seinen Charakter und sein Wort stützt.
Praktische Schritte, um diese Betrachtung heute umzusetzen
Hier sind fünf einfache, umsetzbare Möglichkeiten, diese Wahrheit sofort in die Praxis umzusetzen:
Erkenne dein Fundament: Mach dir ein Bild davon, welcher Bereich in deinem Leben dir derzeit die größte Angst bereitet. Frage dich: „Vertraue ich auf meine eigene Fähigkeit, dies zu lösen, oder ruhe ich in Gottes Verheißungen?“
Übergebe das Ergebnis: Drücke deine Abhängigkeit von Gott laut aus: „Herr, ich erkenne an, dass du die Quelle meiner Kraft bist. Ich bringe diese Sorge vor dich, im Glauben, dass du diejenigen belohnst, die dich suchen.“
Stärke deinen Glauben: Triff heute eine kleine Entscheidung, Vertrauen statt Sorge zu wählen, und nutze dies als Gelegenheit, deinen Glauben zu üben.
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