Gibt es die Hölle wirklich? Was Nahtoderfahrungen über die Ewigkeit verraten
- Keith Thomas
- vor 6 Tagen
- 3 Min. Lesezeit

In unseren letzten täglichen Meditationen haben wir uns mit dem Begriff der Ewigkeit und dem, was nach dem Tod geschieht, beschäftigt. Heute sprechen wir über ein Thema, das von Pastoren und Lehrern oft gemieden wird – die Hölle –, das viele von uns lieber vermeiden würden, wenn sie die Wahl hätten. Es gibt eine Geschichte über C. S. Lewis, der einer Predigt eines jungen Predigers über Gottes Gericht über die Sünde zuhörte. Am Ende sagte der junge Prediger: „Wenn Sie Christus nicht als Ihren Erlöser annehmen, werden Sie schwerwiegende eschatologische Konsequenzen erleiden!“ Nach dem Gottesdienst fragte Lewis ihn: „Meinen Sie damit, dass jemand, der nicht an Christus glaubt, in die Hölle kommt?“ „Genau“, lautete seine Antwort. „Dann sagen Sie es auch so“, entgegnete Lewis. Auch wenn uns dieses Thema unangenehm sein mag, ist es doch wichtig, dass wir sorgfältig darüber nachdenken.
Manche würden sagen: „Können wir das Thema Hölle nicht einfach umgehen?“ Charles Spurgeon, der große englische Prediger, sagte einmal: „Wenn Sie die Hölle auf die leichte Schulter nehmen, werden Sie auch das Kreuz Christi auf die leichte Schulter nehmen. Wenn Sie die Leiden der verlorenen Seelen gering schätzen, werden Sie bald auch den Erlöser gering schätzen, der Sie von ihnen befreit.“ Manche Menschen lehnen das Konzept der Hölle ab, weil sie den Tod lieber als Ende betrachten, obwohl er doch nur der Anfang ist. Wenn wir erst einmal wirklich begreifen, worum es geht – unser Schicksal ohne Christus –, werden wir viel mehr zu schätzen wissen, was Christus für uns am Kreuz vollbracht hat.
Das Interesse am Leben nach dem Tod und an Nahtoderfahrungen ist heute groß, sodass Bücher zu diesem Thema weit verbreitet sind. Dr. Maurice S. Rawlings hat in seinem Buch „To Hell and Back“ Nahtoderfahrungen untersucht und festgestellt, dass einige Menschen von Erfahrungen in der Hölle berichteten, diese Erinnerungen jedoch oft nach einigen Tagen verdrängt wurden. Er beobachtete, dass Menschen positive Erfahrungen besser im Gedächtnis behalten und negative eher vergessen. Wenn Interviews erst nach einigen Tagen, Wochen oder Monaten durchgeführt werden, werden daher wahrscheinlich nur die positiven Erfahrungen in Erinnerung bleiben.
Dr. Rawlings erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der seine Erfahrungen nach der Implantation eines Herzschrittmachers beschrieb. Er sagte, er sei in einen Zustand geraten, den er als Hölle empfand, und sei durch einen Tunnel auf ein Licht zugegangen, das plötzlich wie Feuer aufloderte. Er hatte das Gefühl, sich schnell einem feurigen See zu nähern, der wie eine brennende Ölpest aussah. Er sah langgestreckte Schatten von Menschen, die hin und her gingen, ähnlich wie Tiere in einem Zoo. Von Angst überwältigt, rief er: „Jesus ist der Herr“, und befand sich plötzlich wieder in seinem Körper.
Dr. Rawlings berichtet, dass er einen Patienten, der gerade einen Herzschrittmacher erhalten hatte und dem Tod nahe war, wiederbelebte. Der Patient kam wiederholt zu Bewusstsein und flehte Dr. Rawlings an, für ihn zu beten, während er schrie, er sei in der Hölle. Da er zu diesem Zeitpunkt noch kein Gläubiger war, zögerte Dr. Rawlings zunächst, für den Mann zu beten, doch schließlich sprach er angesichts dessen Verzweiflung ein Gebet und bat Jesus Christus, ihn vor der Hölle zu bewahren. Der Mann beruhigte sich sofort und schrie nicht mehr panisch. Dr. Rawlings merkt an, dass dieser Vorfall ihn tief beeindruckt und dazu geführt habe, sein Leben Christus zu widmen. Dr. Rawlings ist zwar kein Theologe oder Geistlicher, aber ein unvoreingenommener Arzt, der die Erfahrungen der von ihm wiederbelebten Patienten dokumentiert hat.
Viele Menschen behaupten, Nahtoderfahrungen gemacht zu haben, aber es gibt keine Möglichkeit zu überprüfen, welche davon echt sind. Es ist vernünftig anzunehmen, dass, wenn Gott Paulus erlaubte, in den dritten Himmel entrückt zu werden (2. Korinther 12,2), und Stephanus vor seinem Tod Jesus zur Rechten des Vaters stehen sah (Apostelgeschichte 7,55), es auch heute Menschen geben könnte, denen ein Blick auf das gewährt wird, was jenseits dieses Lebens liegt. Unser Glaube muss sich jedoch auf Gottes Wort stützen und nicht auf persönliche Erfahrungen. Einige behaupten, dass alle Menschen, unabhängig von ihrem Glauben oder ihren Taten, von einem strahlenden Licht umgeben werden und ewigen Frieden finden. Diese Vorstellung widerspricht jedoch der Heiligen Schrift. Jesus verkörperte sowohl Liebe als auch Wahrheit, und er verbarg nichts vor seinen Jüngern. Es ist wichtig, dass wir uns sorgfältig mit diesem Thema auseinandersetzen, denn niemand von uns möchte dort enden. In den kommenden Tagen werden wir uns damit befassen, was die Heilige Schrift über die Hölle lehrt. Keith Thomas
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