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Wie man tiefe Vertrautheit mit Gott erlebt: Die „Abba Vater“-Meditation

  • vor 10 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

In unseren täglichen Meditationen auf groupbiblestudy.com konzentrieren wir uns auf den Heiligen Geist – wer Er ist, welche Aufgaben Er hat und wie wir von Ihm erfüllt werden können. Heute wollen wir uns damit beschäftigen, welche Rolle der Heilige Geist bei der Kindschaft Gottes und der Vertrautheit spielt.


Dein Standardbild von Gott verändern


Was ist dein „Standardbild“ von Gott? Ist Er eine distanzierte, herrschende Gestalt, die immer darauf wartet, dass du einen Fehler machst? Oder ist Er ein Vater, zu dem du voller Freude laufen kannst? Die Hauptaufgabe des Heiligen Geistes ist es, dieses Bild zu verändern. Er möchte dich aus der Kategorie „Sklave“ in die Kategorie „Kind“ versetzen.


In Römer 8 – oft als der „Mount Everest“ des Neuen Testaments bezeichnet – sagt uns Paulus, dass der Geist, den wir empfangen haben, uns nicht zu Sklaven macht, damit wir wieder in Angst leben. Stattdessen bewirkt der Heilige Geist unsere „Annahme als Söhne“. Durch diesen Geist rufen wir:Abba, Vater!“


Was bedeutet „Abba“?


Das Wort „Abba“ war einzigartig für Jesus. Im Alten Testament wurde Gott niemals „Abba“ genannt. Es ist ein Ausdruck radikaler Vertrautheit, der in etwa „Papa“ oder „lieber Vater“ entspricht. Dies ist nicht nur ein theologischer Titel; es ist eine Realität, die ein Leben verwandeln kann. Es gibt kein größeres Privileg, als ein Kind Gottes zu sein. Wenn du ein Kind Gottes bist, ist es nur ein kleiner Schritt, ein König zu sein. Wir sind durch den stellvertretenden Tod Christi für uns in Gottes Reich aufgenommen worden. Der Apostel Johannes schrieb über dieses Privileg und beschrieb, wie wir in Gottes Familie aufgenommen werden, wenn wir auf Christus vertrauen:


Seht, welch große Liebe der Vater uns erwiesen hat, dass wir Kinder Gottes genannt werden sollen! Und das sind wir auch! (1. Johannes 3,1).


Eine eindrucksvolle Geschichte über die „Abba“-Offenbarung


Betrachten wir die Geschichte von Mohammad Kamel, einem Mann, der einst das Christentum hasste. Als er versuchte, sich über ein christliches Gebet lustig zu machen, las er die Worte „Vater unser“. Er war schockiert. Als Muslim war ihm beigebracht worden, dass Gott ein „ferner Aufseher“ sei, der niemals eine solche Vertrautheit zulassen würde.


Doch als er diese Worte flüsterte, erfüllte eine kraftvolle, tröstende Gegenwart den Raum, und eine Stimme in seiner Seele sagte: „Ja, ich bin dein Vater“. Er fühlte sich wie ein Kind, das 23 Jahre lang verloren war und endlich wiedergefunden wurde. Er schreibt über diese Erfahrung und sagt:


„Ich war völlig von Gottes Gegenwart umhüllt, überwältigt von einer unbeschreiblichen Liebe. Das war Gottes Liebe zu mir – eine väterliche Liebe, die Liebe eines Vaters! Gott stellte sich in diesem Moment vor und sagte, Er sei mein himmlischer Vater!“


Das ist es, was der Heilige Geist für dich tut. Er „bezeugt unserem Geist, dass wir Gottes Kinder sind“ (Römer 8,16). Er möchte, dass du tief in deinem Innersten weißt, dass du geliebt, angenommen und geborgen bist. Wenn du ein Kind Gottes bist, bist du auch ein Erbe – ein Miterbe mit Christus. Es gibt keinen weltlichen Titel oder keine Position, die mit dem Privileg vergleichbar wäre, ein Kind des Schöpfers des Universums zu sein. Keith Thomas


Geführtes christliches Atemgebet: 5 Minuten zur Verbindung


Verbringe heute 5 Minuten im „Abba-Gebet“. Bring keine Liste mit Bitten mit. Sitze einfach still da und sage: „Abba, ich bin dein Kind.“


Wie du die „Abba“-Offenbarung in deinem Leben anwendest


Gott intellektuell als „Papa“ zu kennen, ist eine Sache; es im Innersten zu spüren, ist eine andere. Hier sind drei praktische Wege, diese Offenbarung heute zu leben:


  1. Überprüfe deine automatischen Gedanken: Wenn du heute das nächste Mal einen Fehler machst, achte auf deine innere Reaktion. Erwartest du sofort eine Strafe (die Sklavenmentalität) oder suchst du Trost (die Kindmentalität)? Erinnere dich sanft daran: Ich bin ein Kind, kein Sklave.

  2. Lass das „Leistungsgebet“ sein: Oft haben wir das Gefühl, unsere Gebete perfekt formulieren zu müssen. Sprich heute mit Gott genau so, wie ein Kleinkind mit einem liebevollen Elternteil spricht – chaotisch, ehrlich und ungeschliffen.

  3. Ruhe in deinem Status: Erinnere dich daran, dass dein Wert nicht von deiner Produktivität, deiner Karriere oder deinem Status abhängt. Selbst wenn du heute sonst nichts getan hast, bist du dennoch ein Erbe des Schöpfers des Universums.


Setze deine spirituelle Reise fort…

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