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Wie man das Vaterunser betet: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

  • vor 2 Stunden
  • 4 Min. Lesezeit

Wie man das Vaterunser betet: Ein Leitfaden für die tägliche Andacht


In unseren täglichen Andachten setzen wir die Betrachtung der Lehre Jesu in der Bergpredigt (Matthäus 5–7) fort. Heute wenden wir uns Seiner Unterweisung zum Gebet in Matthäus 6,9–11 zu. Dieses Gebet kann als Vorbild für die Gestaltung unseres eigenen Gebetslebens verstanden werden. Es besteht aus fünf Teilen. Um diese Meditation kurz zu halten, werden wir uns heute mit den ersten beiden befassen und morgen auf die übrigen zurückkommen. Die fünf Teile lauten:


1. Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name.

2. Dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.

3. Gib uns heute unser tägliches Brot.

4. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir unseren Schuldigern vergeben haben.

5. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.


Jeder Teil dieses Gebets bietet einen sinnvollen Rahmen, um sich Gott im Gebet zu nähern, wie im Folgenden dargestellt:


1. Das Verständnis von „Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name“


Das Gebet beginnt damit, dass wir unsere Aufmerksamkeit nach oben richten. Wenn wir in Gottes Gegenwart treten, sollte unser erster Fokus auf dem Herrn selbst liegen.


1. Stell dir vor, du stehst vor einem liebenden Vater, der uns mit ewiger Liebe geliebt hat.

2. Bedenke, dass Er uns in eine enge und innige Beziehung zu sich gezogen hat und uns Seine Söhne und Töchter nennt. Es sollte ein Gefühl des Staunens darüber geben, dass Er unser Abba, unser Papa, ist.

3. Unser Vater ist im Himmel, und Er hat uns für die Ewigkeit in diese Beziehung zu sich berufen. Die Herrlichkeiten des Himmels gehören uns aufgrund des stellvertretenden Todes Jesu für uns.

4. Sein Name soll geheiligt werden – als heilig ausgesondert und verehrt. Seinen Namen zu heiligen bedeutet, Ihn als den Schöpfer aller Dinge zu ehren. So wie heilige Stätten Ehrfurcht erwecken können, so sollte Sein Name auf unseren Lippen mit Ehrfurcht ausgesprochen werden. Es betrübt uns, wenn Sein Name leichtfertig ausgesprochen oder so behandelt wird, als hätte er keine Bedeutung.

5. Dies ist auch ein passender Zeitpunkt, um Dankbarkeit und Lobpreis dafür auszudrücken, wer Gott ist und was Er für dich bedeutet. Vielleicht möchtest du sogar singen, wenn du in Seine Gegenwart trittst:


Tretet ein in seine Tore mit Dankbarkeit und in seine Vorhöfe mit Lobpreis; dankt ihm und preist seinen Namen (Psalm 100,4).


2. Beten für „Dein Reich komme, dein Wille geschehe“


Auch der zweite Teil des Gebets lenkt unsere Aufmerksamkeit nach oben. Er ruft uns dazu auf, für das Kommen von Gottes Reich auf Erden zu beten und die Erfüllung seines Willens über unseren eigenen zu stellen. In diesem Teil des Gebets können wir uns auf Folgendes konzentrieren:


1. Bete für die Ausbreitung des Evangeliums in deinem Land und für die Missionsarbeit auf der ganzen Welt. Bitte darum, dass Satans Einfluss auf Menschen und Nationen gebrochen wird.

2. Bete, dass Gottes Reich zu den Menschen in deiner Umgebung komme. Bringe die konkreten Personen vor Ihn, die Er dir aufs Herz gelegt hat, einschließlich derer, die Heilung oder andere Formen der Hilfe benötigen.

3. Bete für deinen Ehepartner, deine Kinder und andere Mitglieder deiner Familie.

4. Bete für deinen Pastor und für diejenigen, die in deiner Gemeinde oder Hausgruppe geistliche Leitungsaufgaben wahrnehmen.

5. Bete, dass das Reich Gottes zu dir persönlich komme – dass du vom Geist Gottes erfüllt, geleitet und beherrscht wirst. Dazu gehört, dass du dich selbst als lebendiges Opfer auf den Altar legst, heilig und Gott wohlgefällig, was dein geistlicher Akt der Anbetung ist (Römer 12,1). Gott nutzt uns am vollsten, wenn wir uns Ihm hingeben.

6. Bete für die Führer deines Landes, dass sie zulassen, dass das Evangelium frei und ungehindert verkündet wird.


1Ich ermahne nun vor allem dazu, dass Bitten, Gebete, Fürbitten und Danksagungen für alle Menschen dargebracht werden – 2für Könige und alle, die in hoher Stellung sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit (1. Timotheus 2,1-2).


Anwendung im Leben: Das Vaterunser in die Praxis umsetzen


Wenn es dir schwerfällt, diese Konzepte in eine praktische Routine umzusetzen, probiere heute während deiner stillen Zeit die Methode der „Zwei-Minuten-Pause“ aus:


· Schritt 1: Die „Abba“-Pause (1 Minute): Bevor du auch nur eine einzige Bitte aussprichst, schließe deine Augen und sitze still da. Stelle dir Gott bewusst nicht als einen fernen Richter vor, sondern als einen liebenden, vollkommenen Vater. Flüstere das Wort „Abba“ oder „Vater“ und nenne drei Dinge, für die du im Moment aufrichtig dankbar bist.

· Schritt 2: Die „Dein Wille“ – Loslassen (1 Minute): Denke an die Sache, die dir heute am meisten Angst macht (ein Arbeitsprojekt, ein Familienkonflikt, ein finanzieller Stressfaktor). Lege deine Hände mit den Handflächen nach oben auf deinen Schoß und sage: „Herr, dein Reich komme in dieser Situation, nicht meines. Dein Wille geschehe.“ Indem du diese Kontrolle physisch loslässt, lenkt das deinen Geist von der Sorge hin zur Anbetung. Keith Thomas


Gebet: Vater, lehre uns weiterhin, wie wir mit Wirksamkeit und geistlicher Kraft beten können. Amen.


Setz deine Reise fort…

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