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In unseren täglichen Meditationen im Rahmen des Gruppenbibelstudiums konzentrieren wir uns auf das Wirken des Heiligen Geistes. Das heutige Thema lautet: Christus suchen, anstatt seine Gegenwart als selbstverständlich hinzunehmen.


Die Gefahr geistlicher Selbstverständlichkeit: Lehren aus Lukas 2


Es ist für alle Eltern eine beunruhigende Erfahrung: den ganzen Tag unterwegs zu sein, nur um dann festzustellen, dass das eigene Kind nicht bei der Gruppe ist. Genau das war die Situation für Maria und Josef, als der zwölfjährige Jesus zum Passahfest in Jerusalem war (Lukas 2,41–53). Nach dem Fest gingen Josef und Maria davon aus, dass Jesus sich der großen Karawane anschließen würde für die drei- bis viertägige, 130 Kilometer lange Reise zurück nach Nazareth, doch er folgte ihrem Plan nicht. Ebenso halten wir auf unseren geistlichen Reisen oft an unseren Plänen fest und denken, Gott sei „irgendwo mit dabei“, nur um dann festzustellen, dass wir uns weit von seiner Gegenwart entfernt haben.


Zurück zu dem Punkt, an dem wir aufgehört haben, auf Gott zu hören


Maria und Josef reisten einen ganzen Tag lang, bevor sie begannen, unter ihren Verwandten nach Jesus zu suchen. Als sie ihn nicht fanden, dauerte es einen weiteren Tag, um nach Jerusalem zurückzukehren, und einen dritten Tag, um ihn im Tempel zu finden. Diese Geschichte ist eine eindringliche Warnung vor „geistlicher Selbstgefälligkeit“. Wir können so sehr in den „Tagesablauf“ unserer täglichen Routinen, kirchlichen Aktivitäten und familiären Verpflichtungen verstrickt sein, dass wir versäumen zu prüfen, ob wir tatsächlich im Einklang mit dem Herrn sind.


Selbstgefälligkeit ist der Feind der Vertrautheit. Wir mögen denken, der Herr sei bei uns, wenn wir uns von ihm entfernen, doch er hat vielleicht andere Dinge im Sinn. Auch wenn Jesus versprochen hat, uns niemals zu verlassen oder im Stich zu lassen, können wir uns durch Ungehorsam oder einfach dadurch, dass wir Seine Führung nicht suchen, durchaus von dem Gefühl Seiner nahen Gegenwart entfernen.


Wenn du heute einen Mangel an Intimität verspürst, ist es hilfreich, innezuhalten und nachzudenken: Wo war ich, als ich mich Ihm zuletzt nahe fühlte? So wie Maria und Josef an den letzten Ort zurückkehren mussten, an dem sie Jesus gesehen hatten – den Tempel –, müssen wir oft an den Ort zurückkehren, an dem wir aufgehört haben, zuzuhören. Gehen Sie keinen Schritt weiter, nur weil Sie etwas vermuten. Suchen Sie jetzt Seine Gegenwart.


Tägliche Andacht: Das Atemgebet


Verfolgen Sie gerade einen Plan, über den Sie nicht mit Gott gesprochen haben?

Atemgebet: Einatmen: „Herr, bist du hier?“ Ausatmen: „Ohne dich gehe ich nicht weiter.“


Setzen Sie Ihre spirituelle Reise fort…

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