
Viele Menschen ringen still mit derselben Frage: Was gibt dem Leben wirklichen Sinn? In der Bergpredigt führt uns Jesus zu einer Antwort, indem er unseren Blick vom Vergänglichen auf das Bleibende lenkt. In Matthäus 6 spricht er nicht nur darüber, was wir tun, sondern auch darüber, warum wir es tun, und erinnert uns daran, dass der Himmel sowohl die Motive des Herzens als auch die Taten der Hände abwägt.
1 „Hütet euch davor, eure Gerechtigkeit vor anderen zu praktizieren, um von ihnen gesehen zu werden. Wenn ihr das tut, werdet ihr keinen Lohn von eurem Vater im Himmel erhalten. 2 Wenn ihr also den Bedürftigen etwas gebt, verkündet es nicht mit Trompeten, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Straßen tun, um von anderen geehrt zu werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. 3 Wenn du aber den Bedürftigen gibst, lass deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut, 4 damit deine Gabe im Verborgenen bleibt. Dann wird dein Vater, der das Verborgene sieht, dich belohnen (Matthäus 6,1–4).
In diesem Abschnitt ruft Jesus uns dazu auf, mit Blick auf die Ewigkeit zu leben. Unsere Tage auf Erden sind kurz, und jede Gelegenheit, Gott zu ehren und anderen Gutes zu tun, ist ein Geschenk. Seine Worte lenken unseren Blick über die vergänglichen Belohnungen dieser Welt hinaus und laden uns ein, nach der Art von Schatz zu suchen, der weder verblasst noch versagt.
Ein Weckruf: Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens
Nichts schärft das Bewusstsein für die Ewigkeit so sehr wie eine Nahtoderfahrung. In meinen frühen Tagen als Berufsfischer vor der Ostküste Englands erlebte ich Momente, in denen sich die Ewigkeit unmittelbar anfühlte. Eine lebhafte Erinnerung, die mir geblieben ist, ist, wie ich auf dem Deck stand, vor uns eine zwölf Fuß lange, nicht explodierte deutsche Magnetmine. Solche Erfahrungen zwingen einen dazu, sich mit tiefgreifenden Fragen auseinanderzusetzen: Was geschieht nach dem Leben? Gibt es etwas jenseits des Grabes?
Durch Gottes Gnade kam ich zu der Erkenntnis, warum Jesus Christus starb, und als ich mein Leben ihm übergab, änderte sich meine Sicht auf die Zukunft völlig. Der Sog von Geld, Besitz und weltlichem Erfolg verlor seinen Einfluss auf mich. Ich begann zu erkennen, wie leer es ist, sein Leben damit zu verbringen, dem nachzujagen, was nicht von Dauer ist. Ich wollte mehr als nur Leistung oder Erfolg; ich wollte ein Leben, das von Sinn, Wahrheit und Ewigkeit geprägt ist.
Das ist die Frage, die sich viele auch heute noch stellen: Was ist der Sinn des Lebens? Wenn wir die Schöpfung ehrlich betrachten, ist es schwer, darin nicht einen Plan, einen Sinn und die Hand eines Schöpfers zu erkennen. Und wenn es einen Schöpfer gibt, dann ist das Leben kein Zufall. Gott wirkt in dieser Welt und formt ein Volk, das mit Christus wandelt, anstatt sich vom Zeitgeist treiben zu lassen. Eines Tages, wenn Sein Werk in uns vollendet ist, wird Er diejenigen belohnen, die treu für Ihn und für Sein Reich gelebt haben.
Auf deine Motive achten: Matthäus 6 verstehen
Unsere Motive sind genauso wichtig wie unsere Taten. Jesus warnt uns davor, rechtschaffene Taten nur um der Anerkennung durch Menschen willen zu vollbringen. Der Wunsch, bemerkt, bewundert oder gelobt zu werden, kann sich still und leise im Herzen festsetzen, selbst in geistlichen Dingen.
Deshalb spricht er so eindringlich über Heuchelei. Der Heuchler ist wie ein Schauspieler auf einer Bühne, der ein Bild präsentiert, das verbirgt, was im Inneren wirklich wahr ist. Zu Jesu Zeiten stellten manche ihre Großzügigkeit zur Schau und verwandelten einen Akt der Anbetung in eine Zurschaustellung von Selbstherrlichkeit. Sie erhielten eine Belohnung, aber nur die flüchtige Belohnung menschlicher Aufmerksamkeit. Sie gaben nicht wirklich Gott; sie kauften sich Bewunderung.
Die Kraft der heimlichen Großzügigkeit
Wenn also der Impuls zum Geben aufkommt, sagt Jesus: „Lass deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut, damit dein Geben im Verborgenen bleibt“ (V. 3). Das Bild ist fast schon humorvoll, und das ist Teil seiner Kraft. Jesus fordert uns auf, so still und aufrichtig zu geben, dass selbst unser eigenes Herz vor Stolz bewahrt bleibt.
Der Vater sieht, was andere nicht sehen, und sein Lohn ist niemals leer oder vergänglich. Das Leben findet seinen tiefsten Sinn nicht darin, von der Welt bemerkt zu werden, sondern darin, mit aufrichtigem Herzen vor Gott zu leben. Mögen wir lernen, das zu suchen, was Bestand hat. Keith Thomas
Wie man diese Meditation im Alltag umsetzt
Über ewige Belohnungen zu lesen ist einfach, aber geheime Gerechtigkeit zu praktizieren erfordert Absicht. Hier sind drei praktische Wege, diese Meditation aus Matthäus 6 diese Woche zu leben:
1. Übe „unsichtbare“ Güte: Fordere dich selbst heraus, diese Woche etwas Gütiges, Großzügiges oder Hilfreiches für jemanden zu tun, ohne dass es jemand anderes erfährt. Erwähne es nicht im Gespräch, poste es nicht in den sozialen Medien und lass, wenn möglich, nicht einmal den Empfänger wissen, dass du es warst. Erlebe die Freude an einem Geheimnis, das nur zwischen dir und dem Vater geteilt wird.
2. Führe eine „Motivprüfung“ durch: Wenn du das nächste Mal im Begriff bist, eine gute Tat, eine geistliche Erkenntnis oder eine Errungenschaft zu teilen (sei es online oder persönlich), halte zehn Sekunden inne. Frage dich: Teile ich dies, um anderen Gutes zu tun, oder „trommle“ ich damit, um Bewunderung zu erlangen?
3. Ändere täglich deine Perspektive: Wenn du diese Woche vor stressigen Entscheidungen über Geld, Karriere oder Status stehst, stelle dir die Frage, vor der Keith Thomas auf jenem Fischerboot stand: „Ist das im Licht der Ewigkeit von Bedeutung?“ Lass die Realität dessen, was Bestand hat, deine täglichen Entscheidungen leiten.
Setze deine Reise fort…
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